Radierung rockt III

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Hier nun endlich die Radierungen, die ich gestern abgeholt habe. Mit diesen Tieren bin ich für den ersten Versuch wirklich sehr zufrieden, mal abgesehen davon, dass es riesigen Spaß gemacht hat, aber das hab ich Euch schon beim letzten Mal erzählt. Nur das Porträt von Vita Sackville ist leider nicht gelungen. Bin noch unentschlossen, ob ich es zeigen möchte. Einerseits möchte ich ja stets zum Ausprobieren ermutigen, aber mit diesem Ergebnis fühle ich mich tatsächlich unwohl bei dem Gedanken einer Veröffentlichung. Vom Ausprobieren wird mich das nicht weiter abhalten und mein Herz ist sowieso für die Radierung entflammt worden😉 Mal sehen, ob ich Vita doch nochmal ergänzen werde, aber ich weiß es noch nicht. Euch allen morgen einen schönen 1. Advent🙂

Radierung rockt I: Sneak preview

Hallo Leute,

dieses Wochenende habe ich bei einem Radierungs-Workshop mitgemacht. Das war so toll, bin völlig begeistert! Es war für mich das erste Mal, dass ich mich mit dieser Tiefdrucktechnik beschäftigt habe. Bei einer Radierung, genauer gesagt Kaltnadelradierung, wird das Motiv in eine Platte geritzt, die dann mit Druckerfarbe eingerieben wird. Anschließend muss die Farbe wieder abgenommen werden. Die Farbe, die sich in den Rillen gesammelt hat, wird mit Hilfe einer Druckwalze auf Büttenpapier gepresst. Das Papier muss man vorbereiten, indem man es anfeuchtet und in Folie einwickelt, damit es die Farbe aufnehmen kann.  Insgesamt sind es doch viele Arbeitsschritte bis zum Druck, aber genau das macht den Reiz aus. Wir haben verschiedene Materialien als Druckstock verwendet: Milchtüten, Plexiglas, mit Schellack versiegelte Pappe und Zink-, bzw. Kupferplatten. unten seht ihr drei Druckstöcke (und die Vorlagen) aus Zink, Plexiglas und Milchtüte. Der vierte aus Schellackpappe war da noch nicht fertig.

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Die Zinkplatte muss man auch auch vorbereiten. Sie muss an den Ecken und Kanten abgeschliffen und auf der Druckseite auch mit Sandpapier abgeschmirgelt und poliert werden, damit eine schöne, glatte Fläche entsteht. Ich habe mich für ein Porträt der englischen Schriftstellerin Vita Sackville-West entschieden. Das Bild hatte ich nach einem Ölporträt von Philip Alexius de Lászlóv (Lady Vita Sackville-West, Öl auf Leinwand, 1910) angefertigt, als ich dieses Jahr in England war. Jetzt habe ich Vitas Antlitz also auf die Zinkplatte geritzt.

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Die fertigen Radierungen kann ich Euch leider noch nicht zeigen, sie ruhen noch in der Presse zum trocknen. Wenn ich sie habe, dann kann ich sie Euch zeigen, ansonsten hoffe ich, dass Euch dieser kleine Einblick gefallen hat🙂

Verwöhnmoment

Ein kleiner Gruß in Form einer Skizze von gestern Abend. Man sollte sich viel öfter Zeit für die Zubereitung eines  kleinen, feinen Desserts nehmen😀

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Außerdem dachte ich,dass diese Seite gut zur letzten Diskussion/zum letzten Austausch passt. Man sieht, dass ich hier eine Seite aus meinem Skizzenbuch gerupft habe. Das Bedürfnis hatte ich schon lange nicht mehr und in diesem Buch war es das erste Mal. So ganz bin ich also wohl doch noch nicht davor gefeit. Wichtig ist, glaube ich, so etwas nicht überzubewerten und sich nicht verrückt zu machen. Man sollte sich nur nicht generell dem Perfektionismus verschreiben und das Skizzenbuch als Schutzzone für Experimente verstehen. Solange also noch Mut für’s Ausprobieren und am Ende noch Seiten zwischen den Buchdeckeln übrig sind, ist alles gut Letztendlich möchte ich mit diesemEintrag nur wieder Mut zum Zeichnen machen. An der Skizze seht ihr,dass es überhaupt nicht perfekt sein muss, um einen schönen, persönlichen Alltagsmoment festzuhalten.Also, bis bald und viel Freude beim Zeichnen!