Verwöhnmoment

Ein kleiner Gruß in Form einer Skizze von gestern Abend. Man sollte sich viel öfter Zeit für die Zubereitung eines  kleinen, feinen Desserts nehmen 😀

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Außerdem dachte ich,dass diese Seite gut zur letzten Diskussion/zum letzten Austausch passt. Man sieht, dass ich hier eine Seite aus meinem Skizzenbuch gerupft habe. Das Bedürfnis hatte ich schon lange nicht mehr und in diesem Buch war es das erste Mal. So ganz bin ich also wohl doch noch nicht davor gefeit. Wichtig ist, glaube ich, so etwas nicht überzubewerten und sich nicht verrückt zu machen. Man sollte sich nur nicht generell dem Perfektionismus verschreiben und das Skizzenbuch als Schutzzone für Experimente verstehen. Solange also noch Mut für’s Ausprobieren und am Ende noch Seiten zwischen den Buchdeckeln übrig sind, ist alles gut Letztendlich möchte ich mit diesemEintrag nur wieder Mut zum Zeichnen machen. An der Skizze seht ihr,dass es überhaupt nicht perfekt sein muss, um einen schönen, persönlichen Alltagsmoment festzuhalten.Also, bis bald und viel Freude beim Zeichnen!

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Blick ins Skizzenbuch – Sonntags im Zoo

Gestern war so wunderbares Wetter, wie gemacht für einen Tag im Zoo mit dem Liebsten und dem Skizzenbuch 🙂 Immer wieder eine Herausforderung all diese zappeligen Wesen festzuhalten …

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Herbstgrüße

Der Herbst ist meine liebste Jahreszeit, ich liebe die Farben und die Tatsache, dass man tagsüber gerne draußen und abends gerne drinnen ist 🙂 Bevor man sich abends mit seinem Tee einmummelt, kann man draußen unter anderem Rotkehlchen beobachten ❤

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Gedanken über meinen aktuellen Zeichenkurs

Hallo liebe Leute,

es war sehr ruhig hier, weil mein Leben jenseits des Webblogs alles andere ruhig war und ist. Ich möchte und muss jetzt aber auch wieder in die Normalität zurückfinden und hoffe, dass Ihr Euren Weg zu mir zurückfindet, auch wenn der Blog im September verwaist war.

Zum Glück habe ich den Kontakt zum Zeichnen nicht ganz verloren und einen Zeichenkurs besucht. Von meinen Eindrücken und Gedanken möchte ich gern erzählen.

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Der Kurs wurde von einem Museum angeboten und genau das hatte mich gereizt, weil ich es liebe in Museen zu zeichnen. Die Sammlungen bieten so viele Motive an, und oft finde ich zeichnend einen Zugang zu Objekten, die mir beim bloßen Ansehen gar nicht so viel sagen. Die Bilder oben zeigen Zeichnungen von Skulpturen, bis auf eine Ausnahme: Der Herr mit dem markanten Schnurrbart stammt von einem Ölgemälde.

Nun aber zum Kurs: Die letzten Workshops, die ich besucht habe, waren sehr unkonventionell und die Teilnehmergruppen bunt gemischt. Bei diesem Kurs bin ich mit Abstand die jüngste Teilnehmerin und die anderen sind ausschließlich ältere Damen. Auch die Herangehensweise im Kurs war sehr konventionell. Bei den Porträts beispielsweise sollten wir zuerst ein schematisches idealtypisches Gesicht zeichnen, damit wir uns bewusst machen wie das Gesicht aufgeteilt ist. Ich persönlich hätte es besser gefunden, wenn wir das an einer realistischen, „echten“ Vorlage besprochen hätten,weil schematische „Idealgesichter“ immer leb- und ausdruckslos sind. Außerdem hat es mich etwas schockiert, wie zaghaft die anderen an den Instruktionen klebten und sich kaum trauten einen Strich in Eigenregie zu zeichnen. Das soll nicht arrogant klingen, ich war selber für eine Zeit so ängstlich.es fällt mir nur auf, wie selten einem diese Angst mit konventionellen Methoden genommen wird. Meistens wird sie als normal, wenn nicht sogar als obligatorisch gesehen.
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Wenn wir in der Sammlung waren und konkrete Motive hatten, waren die Ergänzungen und Anregungen auch immer sehr hilfreich. Ich will den Kurs auch gar nicht schlecht machen, sondern zweifele einfach einige feststehende Ansichten über das Zeichnen an. Prinzipiell möchte ich auch immer zu Kursen raten, man lernt immer sehr viel, auch wenn sich die Kurse nicht immer toll anfühlen und man den Effekt erst später merkt. Die Frage ist eben:Muss das so sein? Muss man sich in Zeichenkursen unfähig und zerknirscht fühlen? Ich denke nicht. Übrigens hatte ich auch meinen zaghaften Moment, als ich mich kaum getraut habe einen Strich zu zeichnen, nämlich als wir räumliches Zeichnen geübt haben.

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Wir mussten einen Raum an einem Fluchtpunkt ausrichten und ich habe mein geballtes Trauma aus dem Zeichenunterricht in der Schule wieder erlebt. Die rechte Zeichnung oben habe ich mir wirklich abgerungen und der Stolz, dass sie am Ende „richtig“ ist, war schal. Auch wenn die Zeichnung korrekt ist, ist sie irgendwie seelenlos …

Puh. Sehr langer Artikel. ich freu mich über Kommentare, Anregungen und auch, wenn Ihr einfach vorbeischaut …