Impressions of a nice workshop/Eindrücke von einem schönen Workshop

 

 

Hello there 🙂

Today I share two results from a workshop in which I recently participated. We worked on wood with pastel and stamps. It was very colourful and a lot of fun. The workshop was made by Selda Songanci, an artist from Münster. She showed us her special tecnique which she uses for her wonderful illustrations. I’m pretty sure, it wasn’t the last time I used wood 😉

 

Hallo Ihr da draußen 🙂

Heute zeige ich Euch ein zwei Ergebnisse aus einem Workshop, den ich kürzlich besucht habe. Wir haben dort auf Holz mit Pastellkreiden und Stempeln gearbeitet. Es war toll, bunt und hat sehr viel Spaß gemacht. Der Workshop wurde von Selda Soganci geleitet, einer Münsteraner Künstlerin. Sie hat uns ihre spezielle Technik gezeigt, mit der sie ihre zauberhaften Illustrationen anfertigt. Das war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich Holz benutzt habe 😉

Radierung rockt I: Sneak preview

Hallo Leute,

dieses Wochenende habe ich bei einem Radierungs-Workshop mitgemacht. Das war so toll, bin völlig begeistert! Es war für mich das erste Mal, dass ich mich mit dieser Tiefdrucktechnik beschäftigt habe. Bei einer Radierung, genauer gesagt Kaltnadelradierung, wird das Motiv in eine Platte geritzt, die dann mit Druckerfarbe eingerieben wird. Anschließend muss die Farbe wieder abgenommen werden. Die Farbe, die sich in den Rillen gesammelt hat, wird mit Hilfe einer Druckwalze auf Büttenpapier gepresst. Das Papier muss man vorbereiten, indem man es anfeuchtet und in Folie einwickelt, damit es die Farbe aufnehmen kann.  Insgesamt sind es doch viele Arbeitsschritte bis zum Druck, aber genau das macht den Reiz aus. Wir haben verschiedene Materialien als Druckstock verwendet: Milchtüten, Plexiglas, mit Schellack versiegelte Pappe und Zink-, bzw. Kupferplatten. unten seht ihr drei Druckstöcke (und die Vorlagen) aus Zink, Plexiglas und Milchtüte. Der vierte aus Schellackpappe war da noch nicht fertig.

wp_20161112_16_49_51_pro

Die Zinkplatte muss man auch auch vorbereiten. Sie muss an den Ecken und Kanten abgeschliffen und auf der Druckseite auch mit Sandpapier abgeschmirgelt und poliert werden, damit eine schöne, glatte Fläche entsteht. Ich habe mich für ein Porträt der englischen Schriftstellerin Vita Sackville-West entschieden. Das Bild hatte ich nach einem Ölporträt von Philip Alexius de Lászlóv (Lady Vita Sackville-West, Öl auf Leinwand, 1910) angefertigt, als ich dieses Jahr in England war. Jetzt habe ich Vitas Antlitz also auf die Zinkplatte geritzt.

wp_20161113_15_03_06_pro

Die fertigen Radierungen kann ich Euch leider noch nicht zeigen, sie ruhen noch in der Presse zum trocknen. Wenn ich sie habe, dann kann ich sie Euch zeigen, ansonsten hoffe ich, dass Euch dieser kleine Einblick gefallen hat 🙂

Gedanken über meinen aktuellen Zeichenkurs

Hallo liebe Leute,

es war sehr ruhig hier, weil mein Leben jenseits des Webblogs alles andere ruhig war und ist. Ich möchte und muss jetzt aber auch wieder in die Normalität zurückfinden und hoffe, dass Ihr Euren Weg zu mir zurückfindet, auch wenn der Blog im September verwaist war.

Zum Glück habe ich den Kontakt zum Zeichnen nicht ganz verloren und einen Zeichenkurs besucht. Von meinen Eindrücken und Gedanken möchte ich gern erzählen.

alex_tablet-win_20161003_085941-2

Der Kurs wurde von einem Museum angeboten und genau das hatte mich gereizt, weil ich es liebe in Museen zu zeichnen. Die Sammlungen bieten so viele Motive an, und oft finde ich zeichnend einen Zugang zu Objekten, die mir beim bloßen Ansehen gar nicht so viel sagen. Die Bilder oben zeigen Zeichnungen von Skulpturen, bis auf eine Ausnahme: Der Herr mit dem markanten Schnurrbart stammt von einem Ölgemälde.

Nun aber zum Kurs: Die letzten Workshops, die ich besucht habe, waren sehr unkonventionell und die Teilnehmergruppen bunt gemischt. Bei diesem Kurs bin ich mit Abstand die jüngste Teilnehmerin und die anderen sind ausschließlich ältere Damen. Auch die Herangehensweise im Kurs war sehr konventionell. Bei den Porträts beispielsweise sollten wir zuerst ein schematisches idealtypisches Gesicht zeichnen, damit wir uns bewusst machen wie das Gesicht aufgeteilt ist. Ich persönlich hätte es besser gefunden, wenn wir das an einer realistischen, „echten“ Vorlage besprochen hätten,weil schematische „Idealgesichter“ immer leb- und ausdruckslos sind. Außerdem hat es mich etwas schockiert, wie zaghaft die anderen an den Instruktionen klebten und sich kaum trauten einen Strich in Eigenregie zu zeichnen. Das soll nicht arrogant klingen, ich war selber für eine Zeit so ängstlich.es fällt mir nur auf, wie selten einem diese Angst mit konventionellen Methoden genommen wird. Meistens wird sie als normal, wenn nicht sogar als obligatorisch gesehen.
alex_tablet-win_20161003_090113

Wenn wir in der Sammlung waren und konkrete Motive hatten, waren die Ergänzungen und Anregungen auch immer sehr hilfreich. Ich will den Kurs auch gar nicht schlecht machen, sondern zweifele einfach einige feststehende Ansichten über das Zeichnen an. Prinzipiell möchte ich auch immer zu Kursen raten, man lernt immer sehr viel, auch wenn sich die Kurse nicht immer toll anfühlen und man den Effekt erst später merkt. Die Frage ist eben:Muss das so sein? Muss man sich in Zeichenkursen unfähig und zerknirscht fühlen? Ich denke nicht. Übrigens hatte ich auch meinen zaghaften Moment, als ich mich kaum getraut habe einen Strich zu zeichnen, nämlich als wir räumliches Zeichnen geübt haben.

alex_tablet-win_20161003_090545-2

Wir mussten einen Raum an einem Fluchtpunkt ausrichten und ich habe mein geballtes Trauma aus dem Zeichenunterricht in der Schule wieder erlebt. Die rechte Zeichnung oben habe ich mir wirklich abgerungen und der Stolz, dass sie am Ende „richtig“ ist, war schal. Auch wenn die Zeichnung korrekt ist, ist sie irgendwie seelenlos …

Puh. Sehr langer Artikel. ich freu mich über Kommentare, Anregungen und auch, wenn Ihr einfach vorbeischaut …

 

Zeichenworkshops bei Martina Wald – Ein völlig subjektiver Erfahrungsbericht

Dieser Bericht ist genau genommen schon seit zwei Monaten geplant, aber besser später als nie, nicht wahr? Mitte Februar habe ich zum dritten Mal einen Workshop von Martina Wald (https://martinawald.wordpress.com/) besucht und zwar in Köln im Römisch-Germanischen Museum. Die anderen beiden Workshops fanden in Frankfurt im Senckenbergmuseum statt. Jeder dieser eintägigen Workshops hat mich sehr bereichert und deshalb hatte ich mir nach dem dritten vorgenommen darüber zu berichten.

Den ersten Workshop hatte ich in einer Zeit besucht, in der ich gerade anfing dem Zeichnen etwas mehr Raum in meinem Leben zu geben. Ich war noch sehr unsicher und hatte gerade Martinas Blog gefunden und begeistert festgestellt, dass sie auch Workshops in Frankfurt – wo ich zu der Zeit gelebt habe – anbietet. Ihr unkonventioneller Ansatz und ihre tollen Texte hatte mir Mut gemacht. Martina geht es einfach darum den Menschen Freude und Mut zum Zeichnen (zurück) zu geben. Es geht nicht um richtig oder falsch, sondern um’s Ausprobieren. Es geht auch nicht um das Erlernen bestimmter Techniken (Schraffur, Schatten), sondern vielmehr um Strategien, seinen eigenen Ausdruck zu entdecken und zu pflegen. Zwei Grundsätze lauten „Eine Zeichnung sieht immer aus wie eine Zeichnung“ und (sinngemäß“„Nicht ärgern, wenn die eigene Zeichnung nicht aussieht wie die einer/m Zeichnerin/Zeichners, den/die Du bewunderst, denn diese Zeichnung gibt es schon, Deine eigene aber noch nicht“.

In ihren Workshops geht Martina weder herum und weist auf vermeintliche Fehler hin noch gibt sie konkrete Anweisungen über die Ausführung. Es werden stattdessen kleine Aufträge erteilt, wie zum Beispiel: Bitte versucht in den nächsten zwanzig Minuten so viele Insekten wie möglich zu zeichnen“ (im Senckenberg). Beim ersten Workshop hat mich diese Freiheit beziehungsweise das ausbleibende Verbessern anfangs noch sehr verunsichert. Wie jetzt, nichts zu verbessern, keine Korrekturen?! Kann doch gar nicht! Ich fühlte mich hilflos und auch etwas allein gelassen. Da merkt man erstmal, wie sehr man auf negative Kritik konditioniert wird. So sehr, dass das eigene Selbstvertrauen verloren gegangen ist. Glücklicherweise gelang es mir nach ersten Schwierigkeiten mich doch noch auf diese Freiheit einzulassen und mir zu vertrauen.

Besonders schön ist es, dass man in den Museen an dreidimensionale Zeichenobjekte herangeführt wird. Bei mir zumindest war es anfangs so, dass ich mich lieber davor gedrückt hatte und stattdessen von Fotos abzeichnete, weil es einfacher erschien. Mittlerweile „halte“ ich den Stift ganz ungeniert auf dreidimensionale, „echte“ Gegenstände und zeichne sehr gerne in Museen, Zoos oder anderswo. Das ist eine meiner Errungenschaften aus Martinas Workshops. Eine andere Methode, die ich sehr schätze ist das „Blindzeichnen“, also zeichnen, ohne auf das Blatt und stattdessen ausschließlich auf das Objekt zu schauen. Ich verwende diese Technik schon seit einiger Zeit, aber in Köln gab es noch eine Steigerung: Wir wurden angewiesen den Stift durch ein Papier zu stecken, so dass wir wirklich nichts auf dem Zeichenblock gesehen haben, auch wenn der Blick doch mal dahin huschte. Am Anfang war es fast beängstigend, bin wohl doch ein Kontrollfreak, aber die Zeichnungen waren bei allen TeilnehmerInnen verblüffend. Seht selbst:

Zusammenfassend kann man sagen, dass es bei Martina vorrangig darum geht, viel und schnell zu zeichnen und einen damit aus der eigenen Komfortzone zu locken(und dabei gleichzeitig eine neue anzubieten). Ob man nun blind römische Büsten oder im Akkord Schalen oder Steine zeichnet, man lernt sehr viel über sich und seinen Ausdruck.

Ich hoffe, Euch hat dieser kleine Einblick gefallen und freue mich über Feedback. Habt ihr generell Interessen an solchen Erfahrungsberichten?

Liebe Grüße und viel Freude beim Zeichnen, Malen oder sonstiger kreativer Betätigung 🙂