Radierung rockt I: Sneak preview

Hallo Leute,

dieses Wochenende habe ich bei einem Radierungs-Workshop mitgemacht. Das war so toll, bin völlig begeistert! Es war für mich das erste Mal, dass ich mich mit dieser Tiefdrucktechnik beschäftigt habe. Bei einer Radierung, genauer gesagt Kaltnadelradierung, wird das Motiv in eine Platte geritzt, die dann mit Druckerfarbe eingerieben wird. Anschließend muss die Farbe wieder abgenommen werden. Die Farbe, die sich in den Rillen gesammelt hat, wird mit Hilfe einer Druckwalze auf Büttenpapier gepresst. Das Papier muss man vorbereiten, indem man es anfeuchtet und in Folie einwickelt, damit es die Farbe aufnehmen kann.  Insgesamt sind es doch viele Arbeitsschritte bis zum Druck, aber genau das macht den Reiz aus. Wir haben verschiedene Materialien als Druckstock verwendet: Milchtüten, Plexiglas, mit Schellack versiegelte Pappe und Zink-, bzw. Kupferplatten. unten seht ihr drei Druckstöcke (und die Vorlagen) aus Zink, Plexiglas und Milchtüte. Der vierte aus Schellackpappe war da noch nicht fertig.

wp_20161112_16_49_51_pro

Die Zinkplatte muss man auch auch vorbereiten. Sie muss an den Ecken und Kanten abgeschliffen und auf der Druckseite auch mit Sandpapier abgeschmirgelt und poliert werden, damit eine schöne, glatte Fläche entsteht. Ich habe mich für ein Porträt der englischen Schriftstellerin Vita Sackville-West entschieden. Das Bild hatte ich nach einem Ölporträt von Philip Alexius de Lászlóv (Lady Vita Sackville-West, Öl auf Leinwand, 1910) angefertigt, als ich dieses Jahr in England war. Jetzt habe ich Vitas Antlitz also auf die Zinkplatte geritzt.

wp_20161113_15_03_06_pro

Die fertigen Radierungen kann ich Euch leider noch nicht zeigen, sie ruhen noch in der Presse zum trocknen. Wenn ich sie habe, dann kann ich sie Euch zeigen, ansonsten hoffe ich, dass Euch dieser kleine Einblick gefallen hat 🙂

Advertisements

7 Kommentare zu „Radierung rockt I: Sneak preview“

    1. Freue mich auch schon sehr, wenn ich die fertigen Drucke endlich abholen kann 🙂 Linoldruck funktioniert im Prinzip genau umgekehrt, weil da nur die hohen Stellen gedruckt werden und die ausgeschabten frei bleiben. Habe jetzt schon von vielen Leuten gehört, dass sie es in der Schule gemacht haben, ich leider nicht, aber zum Glück kann man so etwas ja alles nachholen 😀

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s