Mut mit Freude zu zeichnen

Sittich

Es war ein weiter Weg, bis ich es gelernt habe, meinen eigenen Zeichenstil zu akzeptieren und auch wertzuschätzen. Ich würde sagen, dass ich erst seit einem Jahr wirklich angstfrei zeichnen kann, ohne gleich an eigenen Ansprüchen zu scheitern oder vor lauter Befürchtungen, es nicht „gut“ zu machen, gar nicht erst den Stift angerührt habe. Aus diesem Grund habe ich auch erst langsam gelernt, mich in meinem Skizzenbuch wirklich frei zu „bewegen“ und es seitdem auch wirklich zu genießen, darin Eindrücke festhalten zu können oder Ideen zu entwickeln. Vorher hatte ich immer das Gefühl, ich müsste mit meinem Skizzenbuch etwas beweisen, und dass jede Seite mit einer atemberaubend perfekten Zeichnung aufwarten müsse. den Zeichnungen sehe ich nun in der Rückschau diese verkrampfte Haltung deutlich an. Das Paradoxe ist: Jetzt wo ich mich traue, „Fehler“ zuzulassen, bzw., mir keine Gedanken darüber zu machen, bin ich viel glücklicher mit meinen Zeichnungen.

Diese Entwicklung habe ich nicht ganz allein bewältigen können. Einen ganz wesentlichen Beitrag haben der Blog von Martina Wald und auch zwei Besuche ihrer Workshops geleistet. Ich kann hr gar nicht genug dafür danken, denn das Zeichnen hat mein Leben so bereichert und seit sie mir Strategien gezeigt hat, es furchtlos auszuüben, fühle ich mich wieder wie ein „ganzer“ Mensch. Danke Martina!

Schaut auf jeden Fall bei ihr vorbei:

https://martinawald.wordpress.com/

 

 

 

Advertisements

5 Kommentare zu „Mut mit Freude zu zeichnen“

  1. Hat dies auf zeichnen mit Martina Wald rebloggt und kommentierte:
    „denn das Zeichnen hat mein Leben so bereichert und seit sie mir Strategien gezeigt hat, es furchtlos auszuüben, fühle ich mich wieder wie ein “ganzer” Mensch. Danke Martina!“ schreibt Wintergoldhühnchen auf dem goldcrestblog. WoW! Ich danke DIR, liebe A., für diesen schönen Text. Ich freue mich so sehr, dass du endlich deine Zeichnungen veröffentlichst. Ich habe darauf gewartet. Wir alle brauchen deine Kunst.

    Gefällt mir

  2. Liebe A.,
    auch ich habe durch Martina den Anstoß bekommen die Stifte nach vielen Jahren ENDLICH wieder in die Hand zu nehmen und kann mich deinem Dank nur von Herzen anschließen!
    Auch wenn wir uns nicht persönlich kennen, freut es mich sehr, dass du den wichtigen Schritt getan hast. Leider bin ich noch nicht ganz so weit. Oft scheue ich mich anzufangen, weil etwas „Gutes“ dabei entstehen „muss“ und ich mir dessen nicht wirklich sicher bin. Wie hast du es über diese Hürde geschafft?
    Viele liebe Grüße
    Dermot

    PS: Leider finden Martinas Kurse nicht in meiner Region (Bodensee) statt, sonst wäre ich längst dabei gewesen.

    Gefällt mir

    1. Liebe Dermot,

      vielen Dank für Deinen Kommentar, über den ich mich sehr freue! ich war so frei, mich mal auf Deiner Facebookseite umzuschauen und schicke gleich mal ein Kompliment vorweg! Ich hatte auch mal überlegt, eine Baumserie zu machen und Deine schönen Zeichnungen machen gleich wieder Lust darauf! ❤
      Du machst so schöne Sachen – das sage ja offensichtlich nicht nur ich, sondern sogar über 300 Menschen! Doch ich ahne schon, wo das Problem liegt: Zuspruch tut zwar gut, aber wenn man selbst denkt, dass es nicht gut sei, was man erschafft, lindert er nur sehr kurz die Selbstzweifel.
      Ich habe irgendwann (und unter Martinas positivem Einfluss) beschlossen, den Leuten tatsächlich zu glauben, wenn sie Zeichnungen von mir mochten. Bevor es soweit war, hatte ich mich auch für eine Weile zurückgezogen und in erster Linie mal nur für mich selbst gezeichnet. Es hat schon Zeit gekostet, bis es so weit war, dass ich den Prozess selbst genießen konnte, ohne gleich ans Ergebnis denken zu müssen. Ich glaube, es hilft schon mal, sich zuzugestehen, dass diese Wahrnehmungsveränderung nicht sofort passiert. Es ist ok und normal, dass es eine Weile braucht, sich von Wertvorstellungen zu lösen, die man immer vermittelt bekam und immer noch bekommt.
      Was mir sehr geholfen hat, ist die Technik des blinden oder halbblinden Konturenzeichnens. Einfach nicht oder selten auf das Papier schauen, während man zeichnet und stattdessen das Objekt genau ansehen. Bei mir war das total befreiend, als ich mich das endlich mal getraut hatte. Ich dachte, ok, wenn ich es noch nicht mal sehe, was ich tue, was kann dann schon "gut" oder "richtig" werden. Über die Ergebnisse konnte staunen wie ein Kind. Seitdem wende ich diese Technik immer an, wenn ich Angst habe, einen Gegenstand nicht "gut" zeichnen zu können. Probier es mal aus 🙂 Sehr geholfen hat mir neben Martinas Blog auch das Buch Zeichenlab von Carla Sonheim. Dort findet man viele Übungen, die einem spielerisch wieder den Spaß am Zeichnen zurückgeben,vor allem, weil es bei der Ausführung kein "richtig" oder "falsch" gibt. Ich hoffe, dass Dir die (etwas lang geratene) Antwort nützt, und dass Du befreit weiter zeichnen kannst.

      Liebe Grüße
      Alex

      Gefällt mir

  3. Liebe Alex,

    vielen Dank für deine ausführliche Antwort und dein Kompliment! 🙂
    Deinen Rat habe ich schon vor einiger Zeit beherzigt und gezeichnet ohne das Blatt zu betrachten. Es war eine interessante Erfahrung hatte für mich aber offensichtlich nicht die Wirkung die es bei dir erzielte. Menschen sind (zum Glück) verschieden. Auch Bücher habe ich einige im Schrank, sie sind wie ein Schatz und inspirieren mich jedes Mal aufs Neue. Natürlich glaube ich den Interessierten, wenn sie mir sagen, dass ihnen die Zeichnungen gefallen – warum sollten sie es sonst erwähnen? Mein „Problem“ liegt eher im Bereich des Beginnens einer Zeichnung. Ich zeichen sehr gerne muß mich aber jedes Mal überwinden anzufangen, da ich „kein Blatt vergeuden“ will – wer weiß, ob mir das Motiv gelingt? Wenn ich die Zeichnung dann fertiggestellt habe, bin ich in neun von zehn Fällen begeistert. Trotzdem kostet mich jeder neue Start Überwindung. Aber während ich das schreibe bin ich wahrscheinlich selber auf die Lösung gekommen: Ich sollte einfach noch viel öfter zeichnen. Es muß zur Normalität werden den Stift in die Hand zu nehmen, nicht zur Ausnahme. Mit diesem Vorsatz läßt sich vortrefflich ins neue Jahr starten! 😀

    Liebe Grüße und immer ausreichend Papier, Stifte und gutes Licht (Motive gibt es im Überfluss)! 😉
    Dermot

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s